Jetzt kaufen, im Winter sparen

Warum der Sommer der beste Zeitpunkt für Brennstoff-Bevorratung ist
Die Heizsaison liegt noch Monate entfernt – und genau das ist der Grund, jetzt zu handeln. Wer Holzpellets, Brennholz oder Briketts im Sommer kauft, zahlt weniger, bekommt mehr Auswahl und geht entspannt in den Herbst. Dazu kommt: Die geopolitische Lage macht Energievorsorge wichtiger denn je.
Der Markt spricht eine klare Sprache
Die Preisentwicklung auf dem Brennstoffmarkt folgt einem verlässlichen Muster, das sich Jahr für Jahr wiederholt: Im Frühjahr und Frühsommer sinken die Preise auf ihr Jahrestief, im Herbst und Winter ziehen sie deutlich an. Wer diesen Rhythmus kennt und nutzt, kann erheblich sparen – ohne auf Qualität zu verzichten.
Das gilt für alle drei wichtigen festen Brennstoffe gleichermaßen: Holzpellets, Scheitholz und Holzbriketts. Die Gründe dafür sind dieselben: Im Sommer ist die Nachfrage niedrig, die Händler haben volle Lager und wollen Platz für die neue Saison schaffen. Im Oktober, wenn die ersten kalten Nächte kommen, kehrt sich das Verhältnis um.
Holzpellets: Saisontief im Frühsommer nutzen
Wo die Preise heute stehen
Der aktuelle Pelletsmarkt zeigt: Der Preis für lose Holzpellets liegt im Juni 2026 bundesweit im Durchschnitt bei rund 354 Euro pro Tonne, während Sackware bei knapp 371 Euro gehandelt wird – ein Anstieg von rund 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Dieser Anstieg hat konkrete Ursachen: Die Rundholzpreise lagen 2025 um über 30 Prozent höher als im Vorjahr und erhöhten entsprechend die Produktionskosten. Die Lage am Rohstoffmarkt bleibt angespannt.
Trotz dieser Ausgangslage zeigt der saisonale Verlauf eine klare Chance: Für 2026 wird ein saisonaler Tiefpunkt im Sommer bei 290 bis 300 Euro pro Tonne erwartet, mit einem Winterhoch von rund 340 Euro. Die Differenz zwischen dem Sommer- und dem Wintertief beträgt also 40 bis 50 Euro pro Tonne – bei einer typischen Jahresbevorratung von 6 bis 8 Tonnen eine Ersparnis von 240 bis 400 Euro.
Der optimale Kaufzeitpunkt
Basierend auf der prognostizierten saisonalen Entwicklung ist der beste Zeitraum für die Befüllung des Pelletlagers Mai bis Juli 2026. Der Sommer ist nicht nur preislich attraktiv – er bietet auch logistische Vorteile: Lieferzeiten sind kürzer, die Zufahrt zur Einblasanlage ist einfacher, und es gibt keine winterlichen Komplikationen bei der Anlieferung.
Brennholz: Die Sommer-Lücke zwischen Hoch und Tief
Preisrealität 2026
Der Brennholzmarkt hat sich nach den extremen Preisspitzen der Jahre 2022/23 auf einem erhöhten Niveau stabilisiert. Ofenfertiges Buchenholz kostet 2026 je nach Region, Qualität und Lieferform zwischen 120 und 140 Euro pro Schüttraummeter.
Das Preisgefälle zwischen Sommer und Heizsaison ist bei Brennholz besonders ausgeprägt: In normalen Jahren erreichen die Brennholzpreise im März und April ihren höchsten Stand – dann sind die Lager der Händler und die Heizungskeller leer. Für Laubholz waren die Preise vor der Heizsaison 2025/26 bis Juli 2025 um über 10 Prozent gefallen.
Die Monate Mai bis Juli bieten die günstigsten Einkaufsfenster, mit Ersparnissen von 10 bis 15 Prozent gegenüber dem Herbstkauf.
Frühkauf = Zeit zum Trocknen
Beim Brennholz kommt ein weiterer entscheidender Vorteil hinzu: Wer im Sommer kauft, gibt dem Holz Zeit. Wer die Möglichkeit hat, frisches Holz zu kaufen und selbst zu lagern, heizt noch günstiger – Buche und Fichte benötigen etwa ein bis anderthalb Jahre zum Trocknen, Eiche sollte wegen ihrer Gerbsäure mindestens zwei Jahre lagern.
Trockenes Holz hat einen deutlich höheren Heizwert, erzeugt weniger Ruß, schont den Kamin und verbrennt sauberer. Wer im Herbst kauft, heizt im schlimmsten Fall mit feuchtem Holz – das ist teuer und schlecht für die Anlage.
Holzbriketts: Kompakt, lagerstabil, kalkulierbar
Holzbriketts sind gepresste Formkörper aus Sägemehl oder Holzspänen – ohne chemische Zusätze. Sie punkten mit hoher Energiedichte, leichter Handhabung und sauberer Verbrennung – ideal für Kaminöfen, Heizkessel oder Dauerbrandöfen.
Ihr größter Vorteil: Sie lassen sich sehr kompakt und platzsparend lagern, nehmen keine Feuchtigkeit auf (bei richtiger Lagerung) und liefern eine gleichbleibend kontrollierte Brennleistung. Kein Hacken, kein Stapeln, kein Trocknen.
Auch die Kosten für Holzbriketts unterliegen saisonalen Schwankungen – im Sommer sind die Brennstoffe deutlich günstiger als im Winter. Briketts eignen sich daher ideal als Ergänzung zum Scheitholz oder als Hauptbrennstoff für Haushalte mit wenig Lagerplatz.
Qualitätshinweis: Bei einem Warenpreis, der um viele Prozent unter dem Marktüblichen liegt, sollte Vorsicht geboten sein – minderwertige Briketts haben häufig einen niedrigeren Heizwert und sind durch ihre mangelhafte Pressdichte schnell verfeuert. Achten Sie auf zertifizierte Qualität (DINplus oder EN plus).
Geopolitische Lage:
Heimische Energie als Stabilitätsanker
Die Frage, warum heimische Brennstoffe gerade jetzt besonders sinnvoll sind, lässt sich nicht ohne den globalen Kontext beantworten.
Fossile Energieträger unter Druck
Die deutsche Energieversorgung bleibt auf absehbare Zeit hochgradig verwundbar gegenüber geopolitischen Krisenherden weltweit – das zeigen die vergangenen Jahre deutlich. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 wurden die strukturellen Abhängigkeiten sichtbar. Die fossile Energiekrise hat die strukturellen Risiken einer auf Gas, Öl und kritischen Rohstoffen basierenden Versorgung erneut offengelegt.
Die EU hat allein aufgrund gestiegener Preise zusätzliche 24 Milliarden Euro für Energieimporte ausgegeben – ohne ein einziges zusätzliches Energiemolekül dafür zu erhalten. Diese Zahlen machen deutlich, was Abhängigkeit von globalen Rohstoffmärkten in der Praxis bedeutet.
Holz: Regional, planbar, krisenresistent
Holzpellets, Scheitholz und Briketts aus Deutschland oder dem deutschsprachigen Raum unterliegen diesen Risiken strukturell kaum. Die Angebotsstruktur des deutschen Pelletmarktes ist durch hohe Inlandsproduktion und die Nutzung heimischer Reststoffe fundamental von den geopolitischen Risiken entkoppelt, die die globalen Märkte für importiertes Öl und Gas prägen.
Wer sich mit Holzbrennstoffen eindeckt, kauft regionale Wertschöpfung, kurze Transportwege und eine Energiequelle, die nicht durch Pipelinepolitik oder Tankerrouten beeinflusst wird.
CO₂-Bepreisung macht fossile Alternativen teurer
Ein weiterer Faktor spielt langfristig für Holzbrennstoffe: Die steigende CO₂-Abgabe auf fossile Energieträger. Der entscheidende Faktor für die Wirtschaftlichkeit von Holzpellets ist der wachsende, politisch verankerte Preisvorteil gegenüber Heizöl und Erdgas – die steigende CO₂-Abgabe auf fossile Brennstoffe macht das Heizen mit Pellets nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch zunehmend rational aus ökonomischer Sicht.
Antizyklisch kaufen
Die fünf wichtigsten Argumente auf einen Blick
1. Günstiger Preis: Der Sommer ist das Preistief aller drei Brennstoffarten. Einsparungen von 10 bis 15 Prozent bei Brennholz und bis zu 50 Euro pro Tonne bei Pellets sind realistisch.
2. Bessere Verfügbarkeit: Händler haben volle Lager, kürzere Lieferzeiten und mehr Auswahl bei Qualität und Holzart. Im Oktober herrscht Hochbetrieb – wer dann noch bestellt, wartet mitunter wochenlang.
3. Zeit für Qualität: Brennholz trocknet über den Sommer weiter aus und erreicht zur Heizsaison den optimalen Wassergehalt. Das bedeutet mehr Heizwert pro Ster, weniger Ruß, sauberere Verbrennung.
4. Planungssicherheit: Wer das Lager im Sommer füllt, ist unabhängig von Herbst- und Winterpreissprüngen, Lieferengpässen oder wetterbedingt hoher Nachfrage.
5. Regionale Unabhängigkeit: Heimische Holzbrennstoffe sind nicht Teil globaler Energiespannungen. Sie schützen vor den Preiskapriolen fossiler Märkte und stärken die lokale Energieversorgung.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Pellets: Ausschließlich ENplus A1 oder DINplus-zertifizierte Ware kaufen. Diese Norm garantiert niedrigen Aschegehalt, hohen Heizwert und einwandfreie Fließeigenschaften für Pelletheizungen.
Brennholz: Auf den Trocknungsgrad achten – der Wassergehalt sollte unter 20 Prozent liegen (messbar mit einem günstigen Feuchtemessgerät). Hartholz (Buche, Eiche, Esche) liefert deutlich mehr Energie als Weichholz (Fichte, Kiefer) pro Raummeter. Waldfrisches Holz günstig kaufen und selbst lagern ist die wirtschaftlichste Option – wenn der Platz vorhanden ist.
Briketts: Auf genormte Qualität achten (RUF oder Pini&Kay-Format), Herkunftsangaben prüfen, keine Briketts mit Bindemittelzusätzen für den Innenraumbereich kaufen. Trocken und luftdurchlässig lagern.
Lagerung allgemein: Brennstoffe brauchen Schutz vor Feuchtigkeit und ausreichende Belüftung. Ein überdachter, aber luftiger Holzunterstand ist ideal. Briketts und Pellets sollten niemals direkt auf dem Boden lagern.
Die ruhige Jahreszeit ist die kluge Jahreszeit
Der Sommer ist für Heizungsbesitzer keine tote Zeit – er ist die strategisch wichtigste Einkaufsphase des Jahres. Wer jetzt kauft, profitiert von niedrigen Preisen, guter Verfügbarkeit und gewinnt die Planungssicherheit, die im kalten November keinen Preis mehr hat.
Angesichts einer weiterhin angespannten geopolitischen Lage und steigender CO₂-Abgaben auf fossile Energieträger ist die Entscheidung für einen gut gefüllten Holzbrennstofflager mehr als nur ein finanziell kluger Schritt – es ist ein Stück Energieautonomie im Kleinen.
Sprechen Sie uns an – wir beraten Sie gerne zu aktuellen Konditionen, verfügbaren Mengen und dem passenden Brennstoff für Ihre Anlage.

